Korea: Flug und Ankunft

Hallo allerseits!

Ich bin bis Anfang Dezember 2010 am KAIST in Daejeon, Korea, um dort meine Diplomarbeit anzufertigen. Ich werde dieses Blog dazu nutzen, meine Erfahrungen etwas zu dokumentieren.

Die ersten Tage waren extrem anstrengend. Montag Mittag ging es in München noch ganz relaxt los, mit reichlich Zeitpuffer hat mich mein Vater zum Terminal gebracht, da lief alles reibungslos.

Der Flug war lang (ca. 10 Std.), und ich konnte nur am Anfang nach dem Essen ca. 1 Stunde richtig schlafen. Der Flieger war leider randvoll, so dass ich mir nicht irgendwo eine gemütliche Dreier-Bank suchen konnte. Immerhin gab es ein ganz nettes In-Seat Entertainment System mit Filmen, News, TV-Schnippseln „on demand“, da gabs dann Avatar und Up In The Air (wie passend..) für mich.

Bei der Ankunft morgens um 5 in Incheon war es richtig neblig, so dass man den Boden erst ein paar Sekunden vor dem Aufsetzen gesehen hat.  Als Nächstes eine Buskarte gekauft (Bin natürlich Touri-mäßig abgezockt worden  und habe ungefragt den Deluxe-Platz bekommen für 5€ mehr). Von den 3 Stunden Busfahrt konnte ich immerhin nochmal eine gute Stunde schlafen (für meinen Körper war es da ca. 12 Uhr nachts).

Bei der Ankunft in Daejeon wurde ich dann wie angekündigt von zwei Lab-Mitarbeitern abgeholt, die sehr freundlich waren. Dann gings erst mal ins Lab, eine Runde Hallo sagen, und sich wie ne Zirkusattraktion anstarren lassen (Uiiiiii… ein deutscher….), danach noch den Professor getroffen, der ebenfalls sehr sympathisch und freundlich war.

Inzwischen war ich ziemlich müde. Als nächstes ging es dann ums Wohnheim-Zimmer. Nach ausgiebigen Diskussionen der zwei Lab-Mitarbeiter mit dem Wohnheimsverwalter und ca 4-5 Std. Warterei, in der ich meinen Arbeitsplatz und Computer gezeigt bekommen habe, habe ich dann endlich das Zimmer bekommen. Die Diskussionen haben sich gelohnt, und ich habe ein besseres Wohnheim als das zuerst vorgesehene bekommen. Ich wohne in nem Zweier-Zimmer mit einem Koreaner, den ich aber bisher noch nicht gesehen habe.

Tja, jetzt haben noch Decke und Kopfkissen gefehlt, die ich angeblich vom Wohnheim bekommen sollte… Hab ich aber nicht bekommen, also hieß das für mich zu Fuß ca. 20 Minuten in die Stadt laufen, und in einem monströsen 24h-Shopping-Center Decke und Kopfkissen suchen (Englisch kann außerhalb der Uni wirklich niemand -.-). Es war inzwichen ca 18:00 Ortszeit, die Müdigkeit wurde langsam extrem, da habe ich die Lauferei ziemlich in den Beinen gespürt (Ich war seit ca. 30 Stunden auf den Beinen, mit wenig und schlechtem Schlaf). Schließlich habe ich aber auch Kissen und Decke gefunden, bin zurückgelaufen, habe noch etwas den Koffer ausgeräumt, und konnte dann endlich schlafen.

Heute morgen bin ich dann relativ gut erholt aufgewacht, und der Marathon ging weiter. Registrierungen, Bankkonto, Chipkarte haben alle nur teilweise geklappt, und wenn, dann erst nachdem ich dreimal ins falsche Büro geschickt worden bin. Ich hab mich gefühlt wie im „Haus das Verrückte macht“ aus Asterix.. Immerhin das Bankkonto und die Chipkarte habe ich, meine Student-Nr, die ich auch fürs Internet im Zimmer brauche, fehlt aber noch, soll aber angeblich im Laufe des Tages kommen.

Sonstige Feststellungen:

  • der zu erwartende heftige, schwüle Sommer ist noch nicht da, im Moment angenehmes, kühles T-Shirt-Wetter
  • Es gibt fast alles auf dem Campus, Geschäfte, Bank, Postamt, Optiker, kleine Klinik, eine richtige kleine Stadt
  • Meine Matratze ist ca 30 cm dick, aber bretthart, trotzdem nicht ungemütlich.
  • Sogar in Riesen-Shopping-Centern wird für den Ausländer der Taschenrechner gezogen und ein Touri-Preis gemacht
  • Koreanische Wahlkämpfer sind sehr engagiert!
  • Die Missionierer ebenfalls
  • Das Essen ist geil 🙂
  • Facebook denkt mit:  „Du meldest dich von einem Ort an, der uns unbekannt ist, beantworte doch bitte diese Sicherheitsfragen…“
  • Die Koreaner sind zwar min. 12 Std. am Tag im Büro, arbeiten aber nur vllt. 60% davon
  • Ich bin Millionär!

Ich melde mich bald wieder, dann auch mit Fotos. Ich freue mich über Kommentare hier auf der Seite oder Mails!

Schönen Gruß an alle!

Luiz

8 Gedanken zu „Korea: Flug und Ankunft“

  1. Insiderfrage: Brauchst Du jetzt auch einen neuen Schlüsselanhänger?
    Klingt alles spannend, wir freuen uns über jede Neuigkeit!

  2. Hey ans andere ende der welt!
    fleißig fleißig! hört sich ja nach ziemlich viel spaß an 😀 pass auf dich auf und gewöhn dich net an den reichtum 😀

  3. Sehr schön geschrieben 🙂
    Vor allem die „sonstigen Feststellungen“. Also zocken die Koreaner jeden eiskalt ab, der als Tourist kommt? Um das Essen beneide ich dich echt :). Wie bewegst du dich da fort? Zu Fuß oder gibts da auch ein vernünftiges Nahverkehrssystem?

    Viel Spaß,
    Sado

  4. Schön, auf dem Laufenden gehalten zu werden. Zur Vermeidung zukünftiger Abzocke möglichst immer einen Koreaner (Koreanerin !!) mitschleppen und die einkaufen lassen. Selber unbeteiligt tun.

    Liebe Grüße, genieße die Wärme solange noch mild, hier kalt, windig und es schüttet meistens.
    Karen

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